Astrid Laasch
Jahrgang 1963, verheiratet, 2 Kinder

"Lehrer für das UID zu sein ist für mich immer wieder inspirierend. Im Kontakt mit Kollegen und Kursanten geht es konsequent um den kreativen Prozess der Verknüpfung von Wahrnehmung und Wissen, um sich den Selbstheilungsmechanismen bestmöglich in den Dienst stellen zu können. Besonders ist für mich auch die Praxisnähe und die Fokussierung auf Vermittelbarkeit komplexer Zusammenhänge."

Physiotherapeutin (MT, Cyriax, Psychomotorik, SI, Castillo Morales, Bobath für Kinder und Erwachsene , Vojta, Fascial Balancing), Heilpraktikeranwärterin* (zertifiziert in CST durch das UID, zertifiziert in Osteopathie durch die OGD*)

Therapeutisch mit Kindern arbeiten zu wollen, war für sie schon zu Schulzeiten klar und nachdem die PT-Ausbildung einen vielversprechenden Start darstellte, ging für sie die Suche nach dem passenden therapeutischen Ansatz los. Die erste Idee von ganzheitlichen Zusammenhängen in der Arbeit mit Kindern bekam sie dabei durch Fortbildungen in Psychomotorik. Auf ihrem weiteren Weg machte sie zwar viele praktische Erfahrungen damit, dass neurophysiologische Techniken verknüpft mit Techniken zur Beseitigung von strukturellen Blockaden eine sinnvolle Kombination darstellte, aber immer schien dabei etwas zu fehlen. So kam sie über weitere Fortbildungen in den gängigen Kindertherapien auch zur klassischen Osteopathie und innerhalb derer zur cranialen Osteopathie. Hier wurde plötzlich klar, dass die weitere Vertiefung in bloßes Wissen auf Kosten der Fühlfähigkeit geht und bei dieser Art von Suche nach komplexen Zusammenhängen sich paradoxerweise Türen eher zu schließen, als zu öffnen schienen. Der entscheidende Tipp zu Upledger CST zu wechseln kam dann 1992 von einem Kollegen. Die Begegnung dort mit der "inneren Weisheit" und die Rückkehr ins "Fühlen" stellten einen wesentlichen Schritt dar und brachten die Gewissheit mit sich, an einem Punkt angekommen zu sein, wo es sich genau passend anfühlte. So ausgestattet und mit vielen eindrücklichen Erfahrungen über die therapeutischen Möglichkeiten im Gepäck, führte der Weg 2005 ins Lehrerteam, um all diese bereichernden Aspekte auch anderen Kollegen weitergeben zu können.

"Von 94 bis 98 haben mein Mann und ich in Dresden gelebt und ich habe dort sehr viel mit schwer betroffenen Kindern, unter anderem mit heftigen CP's, gearbeitet. Ein zwölfjähriges, völlig kontraktes und verhärtetes Mädchen zum Beispiel, das bis dahin noch keinerlei Therapie hatte, der Kopf maximal rotiert und überstreckt, der Mund weit geöffnet, schreiend und weinend. Ich habe angefangen dieses Kind mit CST zu behandeln und nach einer halben Stunde wusste ich, dass es auch für dieses Mädchen etwas wie "Wohlbefinden" gab. Das hatte niemand bis dahin für möglich gehalten. Sie hat gelächelt und ihr Kopf war so frei, wie wohl seit Jahren nicht mehr. Ich bin bis heute dankbar für diesen besonderen Moment des Vertrauens, den mir dieses Mädchen geschenkt hat, weil es auch mein Vertrauen gestärkt hat. Die Idee, Kinder darin zu unterstützen mehr Raum zu gewinnen, hat mich seitdem nicht mehr losgelassen."

Astrid arbeitet in einer physiotherapeutischen Praxisgemeinschaft in Hamburg mit Schwerpunkt auf der Behandlung von Kindern.