Iris Weschke
Jahrgang 1958

"Für mich ist das Besondere an "uns", dass es in der Gemeinschaft Institut-Lehrerteam über die vielen Jahre gelingt, einen sicheren Raum für Wachstum in Verbundenheit herzustellen für Kursanten UND Lehrer,"

Fremdsprachenkorrespondentin, Physiotherapeutin (Bobath, PNF, integrative Bewegungstherapie, MT), Heilpraktikerin (zertifiziert in CST durch das UID, zertifiziert in Osteopathie durch die OGD), Gestalttherapeutin

Nach dem Abitur überbrückte sie die Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz an einer Physiotherapieschule, mit der Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Als solche einige Monate tätig, wurde sie sich ihres Wunsches Physiotherapeutin werden zu wollen, immer sicherer, weil ihr der engere Kontakt zu Menschen bei der Arbeit fehlte. Im Laufe ihrer späteren physiotherapeutischen Tätigkeit, kam sie jedoch schon nach wenigen Jahren an einen Punkt, an dem sich das Gefühl einstellte, dass es zur Vertiefung ihrer Arbeit etwas anderes bräuchte, als weitere physiotherapeutischen Techniken. So absolvierte sie 1996 eine 4-jährige Gestalttherapeutische Ausbildung, machte den HP-Psychotherapie, sowie eine Weiterbildung in integrativer Bewegungstherapie. Dort begegnete ihr zum ersten Mal die CST, als eine Dozentin den Signifikanzanzeiger nutzte, um bedeutungsvolle Sätze in einem therapeutischen Dialog zu erkennen, wodurch die Prozesse mehr Präzision und Tiefe erfuhren. Diese Erkenntnis führte sie kurz darauf selbst in die CST Kurse des UID. Der Wunsch ihr Wissen immer weiter zu vertiefen, zu hinterfragen und immer wieder neu zu erfahren, war schließlich der Anlass 2009 dem Lehrerteam beizutreten und in diesem Zuge ihre Erfahrungen an Kollegen weiterzugeben zu wollen.

"Schon in meinem ersten Kurs kamen Themen zur Sprache, die ich bisher in Fortbildungen nie gehört hatte, die mich aber schon immer beschäftigt hatten. Z.B. der Unterschied zwischen Griff und Berührung, das Erfassen des Patienten in seiner Ganzheitlichkeit, die Bedeutung von Verbundenheit in der Therapie, die Nutzung des Signifikanzanzeiger, wobei das Erlernen von Verschmelzen eine zentrale Bedeutung für mich hatte, weil darüber für mich eine ganz neue Art des nonverbalen Kontaktes mit dem Patienten erlebbar wurde. Im Laufe der Jahre habe ich ein immer klareres Bild davon bekommen, was Grenzen und Möglichkeiten von Therapie sind und was meine Aufgabe als Therapeutin ist, habe die Arbeit immer mehr als kontaktvoll und verbunden erlebt und Vertrauen in den Behandlungsprozess und die Fähigkeiten des Patienten gewonnen, statt auf "Defizite" zu schauen. Dass man dabei Menschen manches Mal über Jahre hinweg bei ihrer persönlichen Entwicklung begleiten darf, empfinde ich als besonders wertvoll."

Iris lebt in Essen und arbeitet in Essen und Düsseldorf freiberuflich mit CST und Osteopathie.